Zwillinge können helfen, die Ursachen von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa aufzuklären


Von unserer Zwillingsstudie ist zu erwarten:
  • Umfassendes Verständnis der Entstehung der Erkrankungen
  • Präzisere Diagnostik
  • Maßgeschneiderte Therapie
Durch die Teilnahme an unserem Projekt können Sie mithelfen, diese Ziele zu erreichen.

Seit April 2003 suchen wir in Deutschland und Österreich nach Zwillingen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, da eine Studie mit Zwillingen besondere Möglichkeiten nicht nur bei der Erforschung des genetischen Hintergrundes, sondern auch hinsichtlich der Analyse von Umweltfaktoren bietet.

Wer kann teilnehmen?
Zwillinge, von denen mindestens ein Geschwister an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa erkrankt ist können mit uns in Kontakt treten.

Wie kann man teilnehmen?
Sie können uns unterstützen, indem Sie einen Fragebogen ausfüllen und eine Blutprobe abgeben. Der Fragebogen untersucht sowohl Ihren Gesundheitszustand, als auch lebensgeschichtliche Ereignisse. Die Blutprobe können Sie sich bei Ihrem behandelnden Arzt abnehmen lassen und per Post an uns verschicken. Falls bei Ihnen eine Routine-Darmspiegelung ansteht, können Darm-Gewebeproben entnommen und zu uns nach Kiel transportiert werden. Beim jährlichen Zwillingstreffen werden die Ergebnisse unserer Forschung präsentiert.


Welche Ziele haben wir uns gesetzt?

Wir suchen Antworten auf die folgenden Fragen:
  • Haben Blut-Eiweiße eine Bedeutung bei CED? Speziell soll die Frage geklärt werden, ob Eiweißkörper im Blut durch die Schwere der Erkrankung beeinflusst werden oder durch genetische Faktoren reguliert sind.
  • Gibt es Unterschiede in der Darmflora? Es ist wiederholt die Hypothese aufgestellt worden, dass die Bakterien, in unserem Darm leben, so charakteristisch für uns sind, wie ein Fingerabdruck. Deshalb ist ein Vergleich Darmbakterien von betroffenen und nicht-betroffenen Zwillingen sehr aufschlussreich.
  • Welche Entzündungsfaktoren werden bei Betroffenen und ihren gesunden Geschwistern in der Darmschleimhaut freigesetzt? Zur Klärung dieser Frage werden die verantwortliche Eiweiße in Gewebeproben analysiert.

Welche Vorteile ziehen die Zwillinge aus der Studie?
  • CED-Zwillinge treffen sich jährlich mit Ärzten und Wissenschaftlern. Dabei werden Ihnen Patientenschulungen, Vorträge zum aktuellen Stand der Forschung, Psychotherapie und alternativen Heilmethoden geboten.
  • Die Ernährung spielt bei CED-Patienten eine große Rolle. Durch Befragung und Diskussion werden individuelle Verbesserungsmöglichkeiten der Diät herausgearbeitet.
  • Welche Rolle spielt die Psyche? Unter Anleitung einer CED-erfahrenen Psychotherapeutin werden individuelle psychologische Profile erstellt. Hierbei soll die Frage geklärt werden, inwieweit psychologische Faktoren wie zum Beispiel Stress einen Einfluss auf die Entstehung der Erkrankung haben können bzw. welche Abwehrmechanismen nach Ausbruch der Erkrankung aktiviert werden.
  • Welche generellen und individuellen Risikofaktoren können für die Manifestation der Erkrankung verantwortlich sein? Dieser Frage wird durch Analyse des "Lifestyles" (z. B. Wohnumgebung, Arbeitsumfeld) und der Vorerkrankungen nachgegangen (z. B. infektiöse oder allergische Erkrankungen).
  • Es hat sich bei den letzten Treffen herausgestellt, dass ein ganz besonderer Gewinn dieser Treffen im Gespräch der Beteilungen untereinander liegt. Durch die ähnliche Lebenssituation ergibt sich interessanter Gesprächsstoff.


Wie können Sie mit uns in Kontakt treten?
Benachrichtigen Sie uns über die auf der Rückseite angegebene Adresse oder schicken Sie die beiliegende Postkarte an uns zurück, wenn Sie selbst teilnehmen möchten oder Zwillinge kennen, die Interesse an unserem Projekt haben. Wir senden Ihnen dann umgehend weitere Informationen zu. Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an uns. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 0431-597-3184. Im Internet finden Sie weitere Informationen unter www.ced-zwillinge.de.

Kontakt
CED-Zwillinge
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel
Institut für Klinische Molekularbiologie
Ansprechpartner: Dr. med. Martina Spehlmann
Schittenhelmstr. 12
24105 Kiel
Tel. 0431-597-3184
Fax: 0431-597-1284
Mail: m.spehlmann@mucosa.de
Internet: www.ikmb.uni-kiel.de
oder www.ced-zwillinge.de